Was ist ein Minijob?
Ein Minijob (geringfügige Beschäftigung) ist ein Arbeitsverhältnis mit geringem Verdienst in Deutschland: Bleibt der Verdienst innerhalb einer monatlichen Grenze, gilt ein vereinfachtes Beitragsverfahren. Diese Grenze ist an den Mindestlohn gekoppelt und passt sich automatisch an, wenn der Mindestlohn steigt.
Zuletzt aktualisiert: 3.7.2026
Diese Inhalte dienen nur der Orientierung und sind keine Steuer- oder Rechtsberatung. Bitte wenden Sie sich an Ihren Steuerberater oder Anwalt.
Wie funktioniert die Minijob-Verdienstgrenze?
Seit der Reform von 2022 ist die Minijob-Grenze (Geringfügigkeitsgrenze) keine feste Zahl mehr, sondern wird nach einer Formel berechnet, die an den gesetzlichen Mindestlohn pro Stunde gekoppelt ist — steigt der Mindestlohn, steigt die Grenze mit. Der konkrete Euro-Betrag ändert sich daher im Lauf der Zeit; verlässliche Quellen dafür sind die Minijob-Zentrale und Ihr Steuerberater. Unverändert bleibt das Prinzip: Der Verdienst einer Minijob-Kraft wird pro Monat betrachtet, und ein wiederholtes Überschreiten der Grenze kann das Arbeitsverhältnis in eine andere Form mit anderen Pflichten umwandeln.
Warum haben Nagelstudios oft Schwierigkeiten mit dem Minijob?
Weil sich der Verdienst im Nagelstudio meist aus mehreren Teilen zusammensetzt — Stundenlohn und umsatzabhängige Provision — die sich im Monat summieren und erst bei der Abrechnung sichtbar werden. Ein Studio, das auf Papier führt, sieht nur schwer, dass eine Zahl Mitte des Monats auf die Grenze zusteuert; wenn es auffällt, sind die Schichten längst geplant und die Kunden bedient. Der praktische Schutz ist, den Monatsverdienst jeder Minijob-Kraft laufend nachzuhalten und die Schichten danach zu planen statt aus dem Gedächtnis.
Vinail summiert den Verdienst der als Minijob markierten Mitarbeitenden genau nach Kalendermonat und warnt, wenn eine Zahl auf die Grenze zusteuert — so kann der Inhaber die Schichten frühzeitig planen. Den konkret geltenden Grenzbetrag bestätigen Sie stets mit Ihrem Steuerberater.
