Was ist eine TSE?
Die TSE (Technische Sicherheitseinrichtung) ist ein zertifiziertes Modul, das an eine elektronische Kasse in Deutschland angebunden wird und jede Transaktion im Moment der Aufzeichnung digital signiert, sodass sie sich später nicht mehr ändern oder löschen lässt. Die TSE ist das zentrale technische Element, das die KassenSichV verlangt.
Zuletzt aktualisiert: 3.7.2026
Diese Inhalte dienen nur der Orientierung und sind keine Steuer- oder Rechtsberatung. Bitte wenden Sie sich an Ihren Steuerberater oder Anwalt.
Wie funktioniert eine TSE?
Jedes Mal, wenn die Kasse eine Transaktion aufzeichnet, erzeugt die TSE eine digitale Signatur, die mit dem Inhalt und der Reihenfolge dieser Transaktion verknüpft ist, und speichert sie in einem sicheren Speicher. Durch die fortlaufende Signaturkette fällt das Löschen oder nachträgliche Einfügen von Transaktionen bei einer Prüfung sofort auf. Eine TSE kann Hardware sein (eine Speicherkarte oder ein USB-Stick am Gerät) oder ein zertifizierter Cloud-Dienst; beide müssen die Daten bei Anforderung durch das Finanzamt über eine einheitliche Schnittstelle ausgeben.
Ist eine TSE für Nagelstudios verpflichtend?
Die TSE-Pflicht hängt davon ab, ob das Studio ein elektronisches Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion einsetzt — nicht davon, dass es ein Nagelstudio ist, muss es zwangsläufig eine haben oder nicht haben. Nutzt das Studio eine elektronische Kasse, die darunterfällt, braucht diese Kasse eine TSE; andere Formen der Aufzeichnung folgen anderen Regeln. Die konkrete Situation Ihres Studios — welches Gerät, welche Art der Aufzeichnung — klären Sie am besten mit Ihrem Steuerberater, bevor Sie Geräte anschaffen.
Vinail ist keine Kasse und hat und braucht daher keine TSE — die Software verwaltet nur intern: Turns, Löhne, Trinkgeld, Geldfluss. Die Aufzeichnung der Verkäufe für steuerliche Zwecke bleibt bei der Kasse des Studios.
